Informationen für Mietinteressenten

Ab 01.Juni wird voraussichtlich das neue Gesetz zur Courtagezahlung (Bestellerprinzip) in Kraft treten.

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http://www.immonet.de/service/gesetzesalternative-maklercourtage.html?utm_source=b2c-newsletter&utm_medium=e-mail&utm_campaign=b2c-newsletter-teaser1-text&ia-pkpmtrack=100-5303735313236323131303-101-101-101

Wann darf ein Immobilienmakler Provision verlangen ?

Ein Makler kann grundsätzlich Provision (Courtage) verlangen, wenn ein Mieter einen Wohnraummietvertrag abschließt, der durch seine Mithilfe zustande gekommen ist. Voraussetzung dafür ist, dass er einen mündlichen oder schriftlichen Maklervertrag mit dem Mieter abgeschlossen und zum Abschluss des Mietvertrags mitursächlich beigetragen hat. Der Maklervertrag kann in der Weise abgeschlossen werden, dass der Makler den Kunden mündlich oder schriftlich, zum Beispiel im Expose, auf seine Provisionsforderung hinweist und der Kunde in Kenntnis dieser Forderung Maklerleistungen abverlangt oder entgegennimmt.

Die Höhe der Provision hat der Gesetzgeber bei Wohnraum auf maximal zwei monatliche Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer begrenzt. Nebenkosten bleiben außen vor. Die Provision ist immer in einem Bruchteil oder Vielfachen der Monatsmiete anzugeben.

Durch das Wohnungsvermittlungsgesetz ist eine Provision für den Vermittler ausgeschlossen, wenn ein Mietverhältnis über dieselben Räume fortgesetzt, verlängert oder erneuert wird. Für den Makler entsteht auch dann kein Anspruch, wenn der Mietvertrag über Wohnräume abgeschlossen wird, deren Eigentümer, Verwalter oder auch Vermieter er selbst ist (Paragraph 2, Abs. 2, Nr. 2 WoVermittG).

Das Gleiche gilt, wenn zwischen Wohnungsvermittler und Eigentümer, Verwalter oder Vermieter eine wirtschaftliche Verflechtung besteht. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Vermittler wirtschaftlich an einer Gesellschaft beteiligt ist, die zugleich Eigentümerin der vermittelten Wohnung ist.

Der Gesetzgeber sieht in einer solchen Verflechtung die Gefahr, dass der Makler der Pflicht zur unparteiischen Vermittlung nicht mehr nachkommen könnte und wegen wirtschaftlicher Bindung zum Eigentümer versuchen könnte, dessen Interessen durchzusetzen. Entsprechendes gilt für einen Makler, der gleichzeitig Verwalter der Wohnung ist. Er vertritt gegenüber dem Mieter erkennbar die Interessen des Vermieters und ist dessen Ansprechpartner. Ein Verwalter von Gemeinschaftseigentum dagegen kann, wenn er ausschließlich für die Eigentümergemeinschaft die Wohnanlage betreut, nach wohl überwiegender Rechtsprechung Anspruch auf Provision geltend machen.

Sozialwohnungen oder Wohnungen, die mit Aufwendungszuschüssen gefördert sind, unterliegen dem Provisionsverbot. Hat der Mieter dennoch Provision gezahlt, kann er diese vom Makler zurückfordern.

Außerdem verbietet das Gesetz die Vereinbarung oder Annahme von Vorschüssen jeder Art. Ein Makler darf keine Einschreibe- oder Bearbeitungsgebühren, Auslagenerstattungen oder Sicherheitsleistungen fordern. Dieses Verbot – den Mitgliedern der Maklerverbände in Wettbewerbsregeln seit jeher untersagt – gilt auch dann, wenn der Betrag auf die später anfallende Provision angerechnet werden soll.